So arbeite ich
Ablauf
Wie eine Begleitung beginnt.
Jede Begleitung beginnt mit Zuhören und Beobachten. So finden wir gemeinsam heraus, was dein Tier gerade braucht und wie wir es achtsam begleiten können.
So läuft eine Begleitung ab
- Vorgespräch und Befund. Wir nehmen uns zuerst Zeit für dich und dein Tier. Im Gespräch schaue ich mir den Alltag an: wie dein Tier lebt und sich bewegt, was du fütterst, was ihr zusammen macht, ob es tierärztliche Diagnosen, Medikamente oder alte Verletzungen gibt. Dann beobachte ich dein Tier in Ruhe und ertaste mit den Händen, wo Spannung sitzt und wo Energie ins Stocken geraten ist. Das ist kein tierärztlicher Befund, sondern mein Ausgangspunkt für die Berührung.
- Die Behandlung bei dir vor Ort. Sie findet im gewohnten Umfeld deines Tieres statt, im Stall oder bei dir zu Hause. Dort ist dein Tier am entspanntesten und lässt am meisten zu. Ich arbeite im Tempo deines Tieres und passe die Berührung fortlaufend an das an, was es mir zeigt. Dein Tier bestimmt mit: Es darf sich hinlegen, die Position wechseln, kurz Abstand nehmen und wieder näher kommen. Nichts wird erzwungen.
- Das erste Mal. Die erste Begleitung dauert etwas länger, weil das Vorgespräch ausführlicher ist und dein Tier mich erst kennenlernt. Am Anfang gehe ich bewusst behutsam vor. Es geht zuerst um Vertrauen und ein gutes Körpergefühl, bevor wir tiefer arbeiten.
- Zeit zum Nachwirken. Nach der Behandlung darf dein Tier ruhen. Gönn ihm am Behandlungstag Nachruhe und verzichte auf intensives Training oder anstrengende Ausritte. Ein ruhiger Spaziergang oder gemütliches Führen ist völlig in Ordnung. Stell frisches Wasser bereit und halte den Tag eher entspannt.
- Wie es weitergeht. Zum Schluss besprechen wir, was mir aufgefallen ist und was du im Alltag unterstützen kannst. Ob und in welchem Abstand weitere Termine sinnvoll sind, entscheiden wir gemeinsam. Oft zeigt sich schon nach den ersten Behandlungen, wie dein Tier reagiert.
Was du beitragen kannst
- Ruhige Zeit: Am schönsten ist ein Zeitfenster, in dem im Stall oder zu Hause Ruhe herrscht, nicht zur Fütterungs- oder Mistzeit.
- Deine Anwesenheit: Gerade beim ersten Mal gibst du deinem Tier Sicherheit, wenn du dabei bist.
- Eigene Gelassenheit: Tiere spüren deine Stimmung sofort. Komm ohne Zeitdruck, dann fällt das Loslassen leichter.
- Nachruhe einplanen: Halte den Behandlungstag ruhig, ohne intensives Training.
Was du beobachten kannst
Während der Behandlung zeigen viele Tiere, dass sich etwas löst: Gähnen, Abschnauben, Seufzen, Kauen oder Lecken der Lippen, Augen schliessen, sich Hinlegen. Manche suchen zwischendurch kurz etwas Abstand und kommen dann von selbst wieder. Das alles sind gute Zeichen von Entspannung.
In den Tagen danach kann dein Tier müder sein als sonst, mehr schlafen oder mehr trinken. Solche Reaktionen sind meist harmlos und klingen von selbst ab. Wenn du unsicher bist oder Beschwerden zunehmen, melde dich bei mir oder bei deinem Tierarzt.
Wann eine Begleitung sinnvoll sein kann
Dein Tier zeigt oft feiner als in Worten, dass etwas nicht im Gleichgewicht ist. Manche Anzeichen, bei denen eine Begleitung guttun kann:
Beim Pferd:
- lässt sich ungern satteln oder gurten, ist am Rücken berührungsempfindlich, legt die Ohren an
- wirkt steif, geht schwer über den Rücken, zeigt Taktunreinheiten
- ist schreckhaft, angespannt oder auffällig antriebslos
- einseitige Belastung oder Schonhaltung, harte Muskulatur
- nach anstrengenden Phasen, im Alter oder nach einer abgeheilten Verletzung, um die Balance wiederzufinden
Beim Hund:
- springt nicht mehr gern ins Auto oder aufs Sofa, meidet Treppen, bremst beim Spaziergang
- wirkt steif oder verspannt im Nacken-, Schulter- oder Rückenbereich
- ist unruhig, reizbar, ängstlich oder unsicher
- älterer Hund, der steifer wird, oder Hund in der Erholung nach einer Verletzung
- aktiver Sport- oder Arbeitshund, dem Regeneration guttut
Ehrlich gesagt: Shiatsu begleitet, es ersetzt nicht den Tierarzt
Tier-Shiatsu ist eine sanfte Begleitung für Wohlbefinden, Entspannung und Körpergefühl. Es ist keine Tiermedizin und ersetzt keine tierärztliche Behandlung. Bei akuten Beschwerden, Fieber, unklarer Lahmheit, Verletzungen oder wenn du dir Sorgen machst, geh bitte zuerst zum Tierarzt. Am schönsten wirkt Shiatsu ergänzend, an der Seite der tierärztlichen Betreuung.
Tier-Shiatsu ist eine begleitende, ganzheitliche Methode. Sie ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung. Bei Krankheit, Schmerzen oder Verletzungen wende dich bitte zuerst an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.
Häufige Fragen
Ersetzt Tier-Shiatsu die Tierärztin oder den Tierarzt?
Nein. Tier-Shiatsu ist eine begleitende, ganzheitliche Körperarbeit und ersetzt keine tierärztliche Abklärung oder Behandlung. Bei Krankheit oder Verletzung gehört dein Tier zuerst in tierärztliche Hände.
Für welche Tiere eignet sich Shiatsu?
Vor allem für Pferde und Hunde, besonders für Tiere, die auf Berührung, Ruhe und Körperkontakt positiv reagieren. Ob jung oder alt, im Sport oder in der Genesung: Die Behandlung wird individuell angepasst.
Worin unterscheiden sich Shiatsu, Moxa und Chakra-Arbeit?
Alle drei arbeiten mit der Lebensenergie deines Tieres, nur mit unterschiedlichen Werkzeugen. Shiatsu wirkt über achtsamen Druck und Dehnungen entlang der Meridiane, Moxa über wohlige Wärme an ausgewählten Punkten, die Chakra-Arbeit über die grossen Energiezentren entlang der Wirbelsäule. Oft verbinde ich sie in einer Behandlung, ganz auf dein Tier abgestimmt.
Haben Tiere wirklich Chakren?
In der energetischen Arbeit geht man davon aus, dass Tiere dasselbe feinstoffliche System tragen wie wir Menschen, sogar mit einem zusätzlichen Zentrum, dem Brachial- oder Schlüssel-Chakra im Schulterbereich. Ich verstehe die Chakren als energetisches Bild und als feine Sprache, um deinem Tier zuzuhören, nicht als medizinische Tatsache.
Warum findet Moxa nur im Freien statt?
Beim Verglimmen von Beifuss entsteht ein aromatischer Rauch. Damit die Atemwege deines Tieres geschont bleiben, gerade bei Pferden, führe ich Moxa ausschliesslich draussen oder in sehr gut durchlüfteter Umgebung durch. So steht die Wärme im Vordergrund und nicht der Rauch, und der Umgang mit der Glut bleibt sicher.
Eignet sich Shiatsu auch für ängstliche oder unsichere Tiere?
Ja, gerade dann. Shiatsu lebt davon, dass dein Tier mitentscheidet: Es darf sich abwenden, eine Pause machen oder Abstand nehmen. Nichts geschieht gegen seinen Willen. So können auch unsichere Tiere oder Hunde aus schwierigem Vorleben Schritt für Schritt Vertrauen fassen.
Wo findet die Behandlung statt?
Bei dir vor Ort, im vertrauten Umfeld deines Tieres. Eine ruhige Umgebung hilft deinem Tier, sich einzulassen.
Wie viele Behandlungen sind sinnvoll?
Das ist ganz individuell und hängt vom Anliegen deines Tieres ab. Oft zeigt sich schon nach den ersten Behandlungen, wie dein Tier reagiert. Alles Weitere besprechen wir gemeinsam.
Wie bereite ich mein Tier vor?
Plane genügend Zeit ein und sorge für eine ruhige Umgebung. Dein Tier sollte entspannt sein und nicht unmittelbar vorher stark gearbeitet haben.
Was passiert nach der Behandlung?
Gönn deinem Tier Zeit zum Nachwirken. Leichte Bewegung tut gut, auf intensives Training verzichtest du an diesem Tag. Manche Tiere sind danach etwas müder oder trinken mehr, das ist meist ein gutes Zeichen und klingt von selbst ab.
Woran merke ich, dass meinem Tier die Behandlung guttut?
Viele Tiere zeigen es deutlich: Sie gähnen, kauen oder lecken die Lippen, senken den Kopf, schliessen die Augen oder legen sich hin. Beim Pferd kommt oft ein tiefes Abschnauben dazu. Sucht dein Tier kurz Abstand, gehört auch das dazu, ich richte mich immer nach dem, was es mir zeigt.
Was kostet eine Behandlung?
Die Kosten richten sich nach dem Zeitaufwand und betragen CHF 90.– pro Stunde. Für Fahrten über 10 km kommt eine Wegpauschale dazu.